In the middle of nowhere...

Wer rund 480 Kilometer nördlich der Hauptstadt Windhoek die Straße von Outjo nach Kamanjab fährt, kommt nach 80 Kilometern menschenleerer Piste an das schlichte Holzschild „Otjikondo School Village“  und sieht auf der linken Straßenseite die flachen weißen Gebäude des Schuldorfs.

Ein Dorf oder gar eine Stadt gibt es hier nicht. Der Name Otjikondo stammt aus der Sprache der Herero und bezeichnet die Rinderart, die hier ursprünglich weidete: „Otji“ bedeutet Ort, „Ekondo“ bedeutet  "dreifarbig" und bezieht sich auf das Fell der Rinder. Eine andere Erklärung zielt auf den ebenfalls dreifarbigen Boden der Region ab – schwarz, rot und grauweiß.

Die Kunene-Region im Norden Namibias, zu der Otjikondo gehört, zählt zu den ärmsten und strukturschwächsten Gebieten des Landes.  Sie ist  dünn besiedelt und  in der kargen Buschlandschaft versuchen die schwarzen und weißen Farmer erfolgreich Vieh zu züchten, was mit den unbeständigen Regenfällen schwer fällt.
Für einen erfolgreichen Ackerbau ist der Niederschlag zwischen 80 und 400 mm viel zu niedrig.

Die Namibianische Gesellschaft setzt sich aus einer Vielzahl von Ethnischen Gruppen, bzw. Stämmen zusammen.  In der Umgebung von  Otjikondo sind  die Mehrheit "Damara" Koe-Khoe. (Die  "Herero" und "Himba" – Nomaden, leben  eher im Norden und im Zentrum von Namibia. Die „Buschleute“ leben heute noch in den Wüstenrandgebieten und im Nordosten Namibias. )