Geschichte
Dass die Otjikondo-Schuldorf-Stiftung (OSDF) heute existiert, ist eigentlich einem Zufall im Jahr 1968 zu verdanken. Damals begegneten sich Reiner und Gillian Stommel in einem Bus auf dem Weg von Durban nach Kapstadt.
Nachdem Reiner und Gilly Stommel 1970 geheiratet hatten, konnte Reiner nicht mehr im seinem katholischen Orden bleiben und ist ausgetreten. Er wurde zunächst Farmverwalter, bis die Familie 1972 die Farm Sharon kauften. Später kam dann noch die Farm Oenitzaub hinzu (die heute das Haritage-Centre – ein kleines Museum mit vielen Einzelstücken auch aus der Kolonialzeit - beherbergt). Charon und Oenitzaub sind die Nachbarfarmen von Otjikondo. Während all dieser Zeit hatte Reiner Stommel einen Traum: eine Schule für namibische Kinder gründen. 1989 konnten die Stommels diesen Traum realisieren: Otjikondo stand zum Verkauf.
- 1989 kauften Reiner und Gillian Stommel die Farm Otjikondo, auf der sich auch die seit 17 Jahren leerstehenden, nahezu verwahrlosten Gebäude der ehemalige Polizeistation Otjikondo (Post, Gericht, Polizeiunterkünfte, Gefängnis, kleines Hotel und Store) befanden
- Das Ehepaar Stommel erkannte das Potenzial der Gegebenheiten, d.h. Lage der Farm, direkt an der Teerstraße zwischen Outjo und Kamanjab, vorhandene Gebäude und deren Infrastruktur, ausreichendes/starkes Wasservorkommen.
- Sie fassten somit den Entschluss, eine Grundschule für die wenig privilegierteren Farmkinder der Region zu gründen, um auch einen Beitrag für die Zukunft eines unabhängigen Namibias zu leisten
- Durch die Kontaktaufnahme und Einbeziehung der Hanns Seidel Stiftung (CSU-Deutschland) wurde die Finanzierung für den Aufbau bzw. Renovierung der ersten und zweiten Phase der Schul - und Internatsgebäude) sicher gestellt
- Die Einbeziehung des Erziehungsministeriums Namibia sicherte die Finanzierung laufenden Kosten für Lehrergehälter, Schul- und Lehrmaterial, einen kleinen Zuschuss für Unterbringung und Versorgung der Kinder im Internat
- Im April 1991 saßen die ersten 45 Schüler in Otjikondo in ihren Schulbänken deren Zahl sehr schnell in den folgenden Jahren auf den heutigen Stand von 240 Kindern stieg
- Durch die Gewinnung von vielen Paten aus Deutschland und England kann den Schulkindern auch heute noch ein deutlicher Zuschuss für tägliche Versorgung zugesichert werden. Darüber hinaus kommen immer wieder Spenden in Form von Kleidern und anderen Gegenständen aus Europa.
